Perpel der Regenschirmverleiher
Rainer Ningel liest aus seinem neuesten Roman über Sucht und Sehnsucht
Über die Lesung
- Dauer
- 120 Minuten(exklusive Pause)
- Pause
- 20 Minuten
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Der Roman „Perpel, der Regenschirmverleiher“, von Rainer Ningel führt uns in die Mitte des 20. Jahrhunderts. Die Handlung ist angesiedelt an fiktiven, aber typischen Schauplätzen in Eifel, Hunsrück und an der Mosel und fokussiert das Zusammenleben in den damaligen ländlichen Strukturen. Vielen Leserinnen und Lesern wird manches bekannt vorkommen und Erinnerungen zum Schwingen bringen.
Der Krieg ist zwar vorbei, wirft aber noch lange Schatten. Peregrin, der Sohn des Dorfschullehrers, hat es von Anfang an nicht leicht in dem kleinen Hunsrückdorf Höhenthal. Hin- und hergerissen zwischen den Erwartungen der Dorfgemeinschaft und den widersprüchlichen Bemühungen seiner Eltern, ihn auf das Leben vorzubereiten, fehlt es ihm an Orientierung und verlässlicher Struktur. Sosehr sich auch in der Familie alles um ihn dreht, im Dorf steht er immer am Rande. Die Kirche wird ihm nicht zum Trost, die Schule nicht zum Quell geistiger Freude. Seine Versuche, sich auf andere einzulassen, enden in Verlust und Trauer. Der frühe Tod seiner Mutter wirft ihn gänzlich aus der Bahn. Er resigniert und zieht sich von allem zurück. Die erneute Heirat seines Vaters und einen Umzug nach Junkerfeld in der Eifel nimmt er nahezu gleichgültig hin.
Auf die Gleichaltrigen kann er sich, nur zum Preis eines stetig wachsenden Alkoholkonsums, einlassen. In einer Gruppe Mitschüler begehrt er gegen Schule, Gängelungen und gesellschaftliche Zwänge auf, muss die Schule verlassen und landet schließlich bei einer Gruppe verwahrloster Jugendlicher im Stadtpark. Um dort akzeptiert zu werden, braucht es eine Skrupellosigkeit, die er nicht aufbringen kann.
Der verzweifelte Kampf gegen seine Alkoholsucht wird Peregrin zur täglichen Herausforderung. Zwar gelingt es ihm, vorübergehend dem Teufelskreis zu entkommen, gerät aber immer wieder in ein beschämendes, würdeloses Siechtum. Auf seiner ziel- und planlosen Flucht muss er feststellen, dass er sich selbst nicht entkommen kann. Zu sehr sind Sucht und Sehnsucht miteinander verwoben.
An der kleinen Fähre bei Moselbruck, findet er die Ruhe und Abgeschiedenheit, die er braucht, um sich auf die Suche nach sich selbst zu machen. Mit dem lebenserfahrenen Fährmann steht ihm dabei ein Vertrauter und Freund zur Seite, der ihm hilft, Hoffnung auf einen Weg zurück ins Leben zu schöpfen. Die wichtigsten Einsichten auf seiner von mancherlei Schwernissen begleiteten Wanderung hält er in den Wegkreuzen fest, einer Sammlung richtungsweisender Erkenntnisse, wunderbar illustriert von der renommierten Industriedesignerin Evamaria Deisen.
Über den Autor
Der Autor, Rainer Ningel hat die meiste Zeit seines Lebens in der Eifel verbracht. Er ist Mitgründer und Vorsitzender der preisgekrönten Dorfakademie Hambuch, die sich seit 2004 für den ländlichen Raum einsetzt. Die Themen Sucht und Gesundheit begleiten ihn durch sein gesamtes Leben: als Sozialpädagoge, Therapeut und Professor am FB Sozialwissenschaften der Hochschule Koblenz. Private und professionelle Erfahrungen fließen erkennbar in den tiefgründigen, vor allem aber unterhaltenden Roman ein, dessen Lektüre den Leserinnen und Lesern auch Impulse und Handreichungen für die Bewältigung von Sinn- und Lebenskrisen vermitteln kann.
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Die Veranstaltung dauert etwa 120 Minuten (exklusive Pause).
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